Schwester Ulrika - ein Mensch, der Gott an die erste Stelle setzte

Schwester Ulrika wird am 18. September 1882 in Mittelbiberach/Oberdorf geboren und am nächsten Tag auf den Namen Franziska getauft. Da die Eltern erst ein Jahr später heiraten, wächst sie bei Großmutter und Taufpatin auf. Die Schulzeit erlebt sie in großer Armut in Unterstadion bei den Eltern und Geschwistern. Bereits als Kind fühlt sie sich zum Gebet und stillen Verweilen hingezogen.

Um zum Unterhalt der Familie beizusteuern, arbeitet sie schon früh als Dienst- und Kindermädchen; zuletzt in einer Lehrerfamilie in Rorschach (Schweiz). Als sie an einer schweren Gesichtsrose erkrankt, lernt sie im dortigen Krankenhaus die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz kennen.

In ihr verstärkt sich der lang gehegte Wunsch, ins Kloster zu gehen. 1904 tritt sie ins Provinzhaus der Barmherzigen Schwestern in Hegne ein und erhält bei der Einkleidung den Schwesternnamen Ulrika.

Im Kloster arbeitet sie in der Küche, einer Tätigkeit, in die sie viel Erfahrung mit einbringen kann. Mit ihrem liebenswürdigen Wesen wirkt sie still im Kleinen und Verborgenen. Wann immer sie kann, zieht sie sich zum Gebet zurück. Dennoch gibt es auch eine von starken Glaubenszweifeln geprägte Phase in Schwester Ulrikas Leben, in der ihr alles Religiöse sinnlos erscheint. Diese Dunkelheit fällt in die Zeit ihrer schweren Tuberkulose-Erkrankung, die schließlich zum Tod führt. Zuvor aber werden alle Zweifel weggeräumt von dem, der ihr Ein und Alles ist.

Am 8. Mai 1913 stirbt Schwester Ulrika mit 30 Jahren im Schwesternkrankenhaus St. Elisabeth in Hegne. Sie ist bereit. Sie freut sich auf das Sterben, um für immer bei Jesus zu sein. Der Hl. Papst Johannes Paul II. spricht sie am 1. November 1987 in Rom selig.

Sr. Jacobe Wetzel, Kloster Hegne

Ulrikaweg

Seit Frühling 2021 kann der 124 km lange Pilgerweg in Gedenken an Schwester Ulrika begangen werden. Er führt von Unterstadion über 4 Stationen zum Kloster Hegne. Eine dieser Stationen ist Mittelbiberach. Dort finden Sie neben der Pfarrkirche die Stationsstele und im innern der Kirche den Taufstein und ein Fürbittbuch. Ein Flyer über die örtlichen Stationen aus dem Leben Ulrikas liegt dort aus.

Anbei Links mit Info.

https://www.theodosius-akademie.de/schwester-ulrika/ulrikaweg

https://www.drs.de/ansicht/Artikel/ulrikaweg-als-neue-pilgerroute-eroeffnet-8527.html

 

Pilgerunterkünfte können angefragt werden unter:
Ulrikaweg_Mittelbiberach@gmx.de

 

Gaststätten in Mittelbiberach:
Maierhof Akropolis
Gasthaus Scheune
Restaurant Esszimmer
Landgasthof Adler

 

Im Ort gibt es für den weiteren Pilgerweg:
Bäckerei Zoll
Norma mit Bäckerei Keim & Brecht
Apotheke am Adlerplatz